Hundesport

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Die Kernaufgabe jedes kynologischen Vereins ist die Ausbildung und Prüfungsvorbereitung von Sporthunden bzw., ihre Mitglieder in der Umsetzung dieser Aufgabe anzuleiten und zu unterstützen.

Der KVA führt Übungsgruppen in den Klassen Begleithund, Sanitätshund, VPG (Vielseitigkeitsprüfung, ehemals Schutzhund) und IPO (Internationale Prüfung).

Der Trainingsaufwand für Sporthunde ist im Vergleich zu den Familienhundegruppen deutlich höher: Neben dem wöchentlichen Training von Unterordnung und Führigkeit bzw. Schutzdienst auf dem Übungsplatz des KVA kommt, meist am Wochenende, eine Trainingseinheit für Nasenarbeit hinzu.

Alle Prüfungen dieser Klassen sind in drei Leistungsstufen unterteilt, für die unterschiedliche Mindestalter gelten. Überall ist wichtig, dass die Hunde zuverlässig und motiviert ihre verschiedenen Aufgaben lösen.

Nasenarbeit:

Dazu zählen Fährten und Revieren:
Bei der Fährtenarbeit müssen die Hunde einer menschlichen Fährte, die zuvor auf einem Feld oder einer Wiese gelegt worden ist, möglichst exakt folgen und darauf "verloren gegangene" Gegenstände anzeigen oder apportieren. Je nach Klasse und Stufe variieren Alter, Länge und Verlauf der Fährte sowie Anzahl der Gegenstände.

Das Revier, ein markiertes quadratisches Feld, soll der Hund unter Lenkung mittels Hör- und Sichtzeichen seines Führers systematisch nach Gegenständen absuchen. Das Waldrevier der Sanitätshunde ist wesentlich grösser; zu suchen und finden gilt es hier drei Personen und einen Rucksack.

Trainingstag:
Samstag oder Sonntag

Unterordnung und Führigkeit:

Unterordnung und Führigkeit umfassen Disziplinen wie Leinenführigkeit und Freifolge, Hoch- und Weitsprung, Positionen wie Sitz, Platz oder Steh (teilweise aus Distanz), Warten auf Befehl, Voraussenden des Hundes, Detachieren oder Apportieren (Holen und Bringen eines geworfenen Gegenstandes).
Je nach Klasse und Stufe sind die einzelnen Disziplinen verschieden aufgebaut und bei der Prüfung unterschiedlich als Unterordnung bzw. Führigkeit eingeteilt.

Bei der Vielseitigkeits- und Internationalen Prüfung beinhaltet der dritte Teil (Abteilung C) den Schutzdienst. Hier muss der Hund einen Helfer in Schutzkleidung (Piqueur), der den Hundeführer fiktiv angreift, am Schutzärmel fassen, stellen und verbellen oder dessen Fluchtversuch vereiteln.

Trainingstage:
Alle üben, in getrennten Gruppen, Unterordnung bzw. Führigkeit auf dem Übungsplatz jeweils am Mittwoch- oder Montagabend. Schutzdienst (Arbeit mit Piqueur) jeweils am Montag- oder am Freitagabend.

Begleithund:

Begleithunde sind die Allrounder unter den Sporthunden. Auf allen drei Leistungsstufen setzt sich die Prüfung aus Nasenarbeit, Unterordnung und Führigkeit zusammen. Die Anforderungen sind der Stufe entsprechend unterschiedlich; auf Stufe 1 beinhaltet die Nasenarbeit nur eine Fährte, noch kein Revier.

Die Hunde müssen in allen Disziplinen hohe Leistungen erbringen. Besonders das Detachieren, also das parallel und aus Distanz zum Hundeführer ausgeführte Verschieben des Hundes, erfordert eine sorgfältige und langwierige Aufbauarbeit. Ausserdem sollte der Begleithund gut sozialisiert sein, damit er uns überallhin "begleiten" kann.

Sanitätshund:

Der Sanitätshundesport entwickelte sich aus der Arbeit der Suchhunde von Sanitätssoldaten im Ersten Weltkrieg. Diese suchten in Feuerpausen auf den Schlachtfeldern nach Verwundeten und zeigten sie an, indem sie Stücke der Uniform oder einen persönlichen Gegenstand zurückbrachten; daraus entstand das Anzeigen mit dem Bringsel, einem am Halsband befestigten Leder- oder Seilstück.

Die Prüfungen für Sanitätshunde setzen sich aus Nasenarbeit und Unterordnung zusammen. Nasenarbeit ist ausschliesslich Suche im Waldrevier, die punktemässig doppelt wiegt.

Die Personensuche im Wald setzt beim Hund grosse Selbstständigkeit bei gleichzeitig guter Führigkeit voraus. Im 120 Meter breiten und bis zu 400 Meter langen Revier muss der Hund drei Personen und einen Rucksäcke innert einer bestimmten Frist finden und beim Hundeführer mittels Bringsel anzeigen.

Als Sanitätshunde eignen sich lauffreudige, ausdauernde Hunde mit Suchtrieb, die sich auch aus grosser Distanz führen lassen. Der Hundeführer braucht genügend sportliche Kondition, um quer durch den Wald rennen zu können, und die Bereitschaft, vor allem übers Wochenende viel Zeit zu investieren.

VPG - IPO:

Vielseitigkeitsprüfung für Gebrauchshunde ersetzt den ehemaligen Begriff "Schutzhund". IPO ist Schutzdienst nach Internationaler Prüfungsordnung.
Geprüft werden die Nasenarbeit, die Unterordnung und als dritter Teil Abteilung C; dabei muss der Hund einen Helfer in Schutzkleidung (Piqueur), der den Hundeführer fiktiv angreift, am Schutzärmel fassen, stellen und verbellen oder dessen Fluchtversuch vereiteln.

Der Schutzdienst wird vorwiegend über Beutespiel aufgebaut. Es eignen sich vor allem wesenssichere, triebstarke Tiere mit hoher Führigkeit.