Military 2009

In diesem Jahr nahmen mehr als 300 Hündeler aus nah und fern am traditionellen Postenlauf zwischen Rennbahn und Stauwehr Erlinsbach teil. Bei schönstem Herbstwetter mit fast sommerlichen Temperaturen am Nachmittag versuchten die Mensch-Hunde-Teams, an den zehn Posten, die über den Rundgang verteilt waren, möglichst viele Punkte zu ergattern. Die gestellten Aufgaben waren mal anspruchsvoll, mal lustig, manchmal verzwickt oder einfach altbekannt.

Der Rundgang begann mit dem Posten „Balance“. Hier durften die Hunde keine Angst vor schwankendem Untergrund haben, denn sie sollten auf dem „Gigampfi“ sitzen oder stehen bleiben. Als „Schlepperhunde“ durften sie ein Riesenbringsel am Seil im Zickzack zum Ziel ziehen. Grundgehorsam wurde von den Hunden ebenfalls gefordert, wenn sie beim „Hütchenspiel“ an markierten Stellen warten und dann auf Zuruf schnell herkommen mussten oder bei „WM 2009“ ja nicht ziehen durften, während Herrchen bzw. Frauchen, Leine und Löffel mit Tennisball mit der gleichen Hand haltend, einen Ball um Pylonen und dann ins Harassen-Tor kicken sollte. Führigkeit und Geschicklichkeit waren beim Apportieren durchs „Flaschenlabyrinth“ gefragt, auf dem Hindernisparcours zählte zusätzlich Schnelligkeit. Beim „Kostüm-Ball“ wurden alle Hunde mit Hose, Leibchen, Socken, Schal, Hut und Sonnenbrille eingekleidet.

Am anderen Ende der Leine brauchte es grundsätzlich die Fähigkeit des „Wie erkläre ich’s meinem Hunde“, schliesslich lassen sich die Aufgaben nicht präzise im Voraus üben. Zudem waren geschickte und flinke Zweibeiner im Vorteil. So galt es doch bei „Kopfweh im Entennest“, eine schwabbelige Bettflasche beim Gehen mit angeleintem Hund auf dem Kopf zu balancieren, oder bei „Swing and Sing“, mit dem Golfschläger einen Tennisball ins richtige Feld zu schlagen. Gemäss einer Studie können selbst Nicht-Hundehaltende die Gefühlslage eines Hundes an seinem Gebell erkennen. Die entsprechende Aufgabe beim Posten „Menschenflüsterer“ erwies sich für viele als Knacknuss, vielleicht weil man gleichzeitig jede Tonaufnahme einem der abgebildeten Hunde zuordnen sollte.

Sehr erfreulich war zu erleben, wie Spazierende, Velofahrende, Reitende, Skatende und all die vielen Hunde auf dem begrenzten Platz entlang des Aarekanals friedlich auskommen können - vorausgesetzt, dass alle bereit sind, Rücksicht zu nehmen und sich ab und zu in Geduld zu üben.

Das Rangverlesen fand kurz nach Eintreffen der letzten Teilnehmenden, aber trotzdem spät statt. Auf dem Gabentisch lagen verschiedenste Preise bereit, von denen man sich in der Reihenfolge der Rangierung einen auslesen durfte.
Müde und hoffentlich mehrheitlich zufrieden zerstreuten sich danach alle und machten sich auf den Heimweg. Wir wünschen „Auf Wiedersehen“ im nächsten Jahr!